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aktualisiert 11.06.09
"INFOBLATT" ALTERSHEIM UND PFLEGEHEIM BLUMENAU
INFO'S AUS DEM ALTERSHEIM UND PFLEGEHEIM BLUMENAU 1/2009
In diesem Informationsblatt äussern sich verschiedene Personen, die im Altersheim und Pflegeheim Blumenau leben, arbeiten oder ein- und ausgehen, zu den Themen Wohlbefinden und Lebensqualität. Editorial
Ursi und Felix Graf, Heimleitung
In den letzten Jahren ist eine Tendenz zur Vereinheitlichung, zur Steigerung des administrativen Aufwands und zur Kontrolle festzustellen. Nicht nur im Heimwesen – aber auch hier. Bestes Beispiel dafür sind Qualitätsnormen oder Qualitätsstandards. Alles muss dokumentiert werden, Prozesse sind zu beschreiben und einzuhalten. Dahinter steht die Absicht, vergleichen zu können. All diese ISO- und ähnlich genannten Normen sollen sicherstellen, dass die Qualität stimmt. Doch was ist Qualität in einem Pflegeheim? Die vorgegebene Mindestgrösse eines Zimmers, mittels der Beiträge der Krankenkasse ausgerichtet werden? Oder sind es Vergleichszahlen wie viele Bewohner gestürzt sind, beruhigende Medikamente erhalten oder wie viele Personen offene Wunden haben?
Wir sind der Meinung, dass allein ein quantitativer Ansatz nicht genügt. Ganz im Gegenteil. Die Qualität eines Heimes wird gleichermassen von der Zuwendung und Menschlichkeit der Mitarbeitenden und Bewohner bestimmt. Wir können und wollen uns nicht allen Auflagen für Normen und Prozesse entziehen; den Hauptteil unserer Energie wollen wir aber für die Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner einsetzen. Daher stellen wir hier ganz bewusst sie, die Mitarbeitenden und weiteren Bezugspersonen in den Vordergrund, damit Administratives in den Hintergrund rückt. Institutionen haben eigene Regeln, die gegensätzlicher nicht sein könnten: Jene, die massvoll der Gemeinschaft dienlich sind und solche, die tendenziell vorgeben «wie etwas zu sein hat». Wir sind überzeugt, dass sich das Heim soweit wie möglich dem Bewohner/der Bewohnerin anpassen soll und nicht umgekehrt. Daran müssen wir ununterbrochen arbeiten und darüber wachen. Der Mensch ist weit mehr als die Summe dessen, was wir heute von ihm wissen und beweisen können. Sein Ganzes ist ein Geheimnis und es fragt sich, ob und wie unsere Beziehungen davon geprägt sind.Wird diese Achtung als solche unantastbar und als unverhandelbare Grösse spürbar im Alltag gelebt?
Wenn nach den Zielvorgaben des Krankenversicherungsgesetzes
zunehmend
Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und
Wirtschaftlichkeit im Vordergrund stehen, nimmt die Dimension des ganzen Menschseins ab, da sie weder rentiert noch messbar ist. Wir bemühen uns nach heutigem Stand professionelle Dienstleistungen zu erbringen. Nach über 20 Jahren Heimleitung haben wir im Sommer 2008 Christoph Thoma beauftragt, unseren Betrieb auf «blinde Flecken» hin zu überprüfen und als externe Fachperson für Organisationsentwicklung und Coaching eine Situationsanalyse zu erstellen. Die angenehme Zusammenarbeit mit ihm hat unsere Stärken und Schwächen klar aufgezeigt. Fazit: Nach gängigen Qualitätsstandards fehlen Prozessdokumentationen, Handbücher etc. – kurzum wir sind zuwenig schriftlich dokumentiert. Weiter verbessern müssen wir die Kommunikation gegen innen und gegen aussen. Gefreut hat uns, dass der Mensch – nicht nur nach unserer Beurteilung – offensichtlich spürbar im Zentrum steht.Ursula und Felix Graf
Markus Plüss, Stv. Heimleitung, Altersheim und Pflegeheim Blumenau
Empfindung, Erwartung, Wohlbefinden
Bewusst haben wir das Thema Qualität nicht in den Titel gesetzt. Ich versuche diesen Begriff mit Empfindung – Erwartung – Wohlbefinden zu umschreiben. Meine persönlichen Eindrücke und Erfahrungen in meinen 15 Jahren Tätigkeit als stellvertretender Heimleiter und Sicherheitsbeauftragter im Altersheim und Pflegeheim Blumenau haben mich geprägt. In Gesprächen mit unseren Bewohnerinnen und Bewohnern erfahren wir viel über ihre Bedürfnisse und ihre Anliegen. Es ist ihnen wichtig, wie und von wem sie betreut werden, wie das Essen schmeckt, ob sie sich betätigen können, dass sie gut schlafen und schmerzfrei sind, dass sie geliebt werden. Der Wert von Beziehungen und Begegnungen ist schwer messbar und wird subjektiv empfunden. Gute Beziehungen zu Kontaktpersonen, Pflegemitarbeiterinnen, Raumpflegerinnen und Heimleitung sind für die Bewohner von enormer Wichtigkeit, denn sie vermitteln Geborgenheit. Im Zentrum unserer Bemühungen müssen daher das Wohlbefinden und die Sicherheit der Bewohner stehen. Technisches – etwa wie Abläufe gestaltet sind, welche Infrastruktur vorhanden ist, Service und Kontrollintervallen an Geräten – ist messbar. Diese Punkte sind für die Sicherheit notwendig oder dienen dem Komfort und werden bei uns mittels Checklisten von mir jährlich überprüft. Davon spürt der Bewohner nicht viel. Mit den dokumentierten Pflegeleistungen kann man nachprüfen, wie häufig der Bewohner versorgt wurde oder ob die Zielvereinbarung erfüllt wurde. Wenn es aber um das Zusammenleben, das Mitgefühl und Einfühlsamkeit geht, wird es schwierig. Hinter diese Kulissen sieht kein Qualitätsinstrument, auch wenn «Papier alles annimmt» … In der Blumenau haben wir es mit Menschen zu tun, nicht mit Objekten. Ich denke nicht, dass in der Blumenau eine Zertifizierung angestrebt werden soll. Ein Ort wie die Blumenau braucht eben ein eigenes Gütesigel: ein lebendes, das man spürt und sieht, auch dann, wenn man sich als Besucher in der Blumenau aufhält. Bei uns werden Sie nicht mit einem zertifizierten Lächeln empfangen. Nein, unseres ist echt.
Rudy Mantel, Bewohner
Ich bin Rudy Mantel, Jahrgang 1946, Bürger von Zürich. Meine Tätigkeiten waren immer in der Gastronomie. Nach vierjähriger Ausbildung am Genfersee zog es mich ins Ausland mit Aufenthalten auf den Bermudas sowie in Miami/ Florida – jeweils für fünf Jahre. Wegen Suchtproblemen wurde mir empfohlen, mich in ein Pflegeheim zu begeben, was ich befolgte. Ende 2001 habe ich vier Heime besichtigt und mich spontan für die Blumenau entschlossen. Am 21. Dezember 2001 konnte ich mein Zimmer beziehen. Ab dem ersten Tag fühlte ich mich sehr gut aufgehoben und zufrieden. Mit den insgesamt ca. 50 Bewohnern finde ich die Atmosphäre sehr familiär und freundlich, jeder kennt jeden und man spricht sich mit dem Namen an. Die Heimleitung und das Team sind sehr zuvorkommend und freundlich mit uns allen. Im März 2002 bekam ich von den Ärzten eine erschreckende Nachricht, nämlich «Krebs». Es folgten mehrmonatige Spitalaufenthalte sowie zehn Monate am «Tropf». Mein Zimmer und der Garten-Sitzplatz im Neubau «Flieder» sind ein wahres Bijou. Die schönen Garten- und Parkanlagen laden ein zu einem genüsslichen Spaziergang. Wenn jemand im Altersheim und Pflegeheim Blumenau unzufrieden ist, verstehe ich die Welt nicht mehr… An das ganze «Blumenau-Team» ein grosses Kompliment und herzlichen Dank für alles, was sie für mich getan haben.
Dr. med. Babara Zürcher, Fischenthal, Heimärztin
Die Blumenau: Ein grosser Garten zum Lustwandeln, lauschige Sitzplätzchen, geschmackvolle Einrichtungen mit französischem Ambiente, sehr kompetente Pflege, liebevolle Zuwendung. So wie ich die Blumenau unter der jetzigen Leitung erlebe, möchte ich meinen Lebensabend verbringen.
Regine Köllen-Becker, Stv. Heimleitung
Die Blumenau ist der ideale Arbeitsort für mich, weil ich hier Verantwortung übernehmen kann, alle Menschen gleich wertgeschätzt werden und ich mich rundherum wohl fühle. Christop Thoma, Coach Ich erlebte die Blumenau als einen Ort, wo Menschen (im Alter) «ihr Leben» leben können. Ein einzigartiger Ort – geprägt durch die vorbildhafte Präsenz der leitenden Leitbilder Ursula und Felix Graf. Das nährt Vertrauen. Und Vertrauen ist ein wesentlicher Bestandteil, dass Qualität entstehen kann.
Peter Messmer, Bezirksrat von 1997 bis Ende März 2009
Als ich als neu gewählter Bezirksrat das Altersheim Blumenau vor zwölf Jahren erstmals besucht hatte, verfügte das Heim noch über zahlreiche kleine Zimmer ohne eigenes WC. Herr Graf sanierte und erneuerte Haus um Haus stilvoll und mit viel Liebe zum Detail. Er liess die kleinen Zimmer vergrössern und baute Nasszellen und Liftanlagen ein. Auch die Umgebung gestaltete er zum Teil neu. Bei allen Um- und Neubauten hatte das Ehepaar Graf stets das Wohlsein der betagten Pensionäre vor Augen. Das Alters- und Pflegeheim Blumenau ist heute ein Schmuckstück, in dem man sich wohlfühlen kann. Frau Graf und ihr Pflegeteam pflegen und betreuen ihre Pensionäre liebevoll mit viel Umsicht und Einfühlungsvermögen. Die EDV-Lösung für die gesamte Pflegedokumentation beeindruckt durch ihre Übersichtlichkeit, aber auch durch den raschen Zugriff auf alle pflegerelevanten Daten. Trotz des grossen administrativen Aufwandes schafft es das Betreuerteam stets, Zeit aufzubringen für seine Kernaufgabe, die Betreuung und Pflege der Pensionäre. Ich danke dem Ehepaar Graf und seinen Mitarbeiterinnen und Mitabeitern für den grossen Einsatz im Dienste der betagten und kranken Mitmenschen im Alters- und Pflegeheim Blumenau
Esther Burkhard, Kontaktperson
Etwa einmal wöchentlich biege ich ein in das Areal der Blumenau. Die Gartenanlage prägt meinen ersten Eindruck: Blumen, Büsche, Bäume – und überall kleine Wege und Nischen mit Sitzgelegenheiten. Der Parkplatz liegt versteckt hinter den Häusern, er ist genügend gross. Eine Mitarbeiterin huscht von einem Haus ins andere, sie grüsst mich freundlich, sie kennt meinen Namen. Meine Mutter wohnt im Haus Flieder. Was für eine Atmosphäre in diesem Haus: Antiquitäten vermischt mit modernster Technik verbreiten eine wohnliche Stimmung. Die Galerie zeigt Werke von Bewohnern aus der Blumenau. Wie freue ich mich, ein Kunstwerk meiner Mutter zu sehen – liebevoll gerahmt. Ich gehe die Treppe hoch. Eine Frau möchte soeben das Zimmer meiner Mutter reinigen, aber sie wechselt spontan das Programm – weil ich zu Besuch komme. Wie aufmerksam! Im Zimmer geniessen wir eine Tasse Kaffee und plaudern. Immer wieder erwähnt meine Mutter, dass alle Mitarbeitenden so lieb seien zu ihr und bestens für sie sorgen. Auch ich als Angehörige fühle mich in der Blumenau sehr wohl.
Silvia Tanner, Stv. Heimleitung, Pflegedienst
Das Altersheim und Pflegeheim Blumenau ist mein Arbeitsort seit vielen Jahren. Noch immer fühle ich mich hier wohl als Mitarbeiterin und Stellvertretung von Ursula Graf, der Heimleiterin. Der Umgang mit den betagten Menschen bringt mir Befriedigung und auch eine grosse Bereicherung für mein eigenes Leben. In der Blumenau herrscht eine Atmosphäre der Achtung und der Wertschätzung. Wir streben eine grösstmögliche, individuelle Betreuung und Pflege sowie eine verantwortungsvolle, wohlwollende Behandlung der einzelnen Bewohner an. Es ist uns wichtig, die grosse Lebenserfahrung, die Lebensmuster unserer Bewohner bei der Betreuung mit einzubeziehen. So konnten schon oft schwierige Situationen entschärft werden, der Bewohner fühlt sich verstanden und ernst genommen. Wir versuchen, unsere tägliche Arbeit immer wieder neu zu überdenken, anzupassen oder zu verbessern. Rückmeldungen aus dem Team und gemeinsames Planen sind uns wichtig. Raumpflegerinnen, Küchenhilfen, Maltherapeutin oder Singgruppenleiterin – sie alle erfüllen wichtige soziale und therapeutische Aufgaben, zeigen uns den Bewohner oft von einer neuen, unentdeckten Seite. Für mich herrscht in der Blumenau ein entspanntes Arbeitsklima, mit vielen motivierten Mitarbeiterinnen, das sich nur positiv auf den ganzen Alters- und Pflegeheimbetrieb auswirken kann
Infos, Termine
8.–14. Juni 2009
Kulinarische Woche Thema USA10. Juni 2009
Ausfahrt zur Erlebniswelt Toggenburg nach Lichtensteig
14.00 Uhr Vorführung, anschliessend Zvieri4. Juli 2009
Konzert Con Fuoco, MZO 14.00 Uhr9. September 2009
Vorführung der Seniorenvolkstanzgruppe
14.30 Uhr Zürcher Oberland12. September 2009
Brunch für Angehörige und Freunde
9.00 bis 13.00 Uhr
Anmeldung erforderlichNovember 2009
Bazar mit der Gesamtschule Wellenau
(Schülerprojekt Wellenau/Blumenau)
siehe auch unter Agenda
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Um Sie auf dem laufenden zu halten, geben wir meistens einmal jährlich eine Informationsschrift heraus. Wir stellen es Ihnen gerne zu (Siehe Kontakt) oder sie können es hier als PDF-Datei unter Downloads herunterladen.
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